Direkt zu den Inhalten springen

„Den Schwächeren eine Stimme geben, denen sonst niemand zuhört“

Aktuelles

Dirk Meißner ist stellvertretender Vorsitzender des SoVD-Kreisverbands Neumünster und Schatzmeister im Ortsverband Neumünster-Stadt. Außerdem leitet er seit vielen Jahren einen EDV-Kurs für Mitglieder. Im Interview erzählt der 59-Jährige, wie er zum Ehrenamt gekommen ist, warum Gemeinschaft für ihn so wichtig ist und weshalb ihn besonders Veranstaltungen wie der Sommernachtsball motivieren.

Dirk Meißner aus Neumünster engagiert sich ehrenamtlich für den SoVD

Wenn Sie es auf den Punkt bringen müssten: Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Ehrenamt war für mich schon immer wichtig. Neben meinem Engagement im SoVD bin ich auch seit vielen Jahren im Lions Club Neumünster-Holstein aktiv. Mir geht es vor allem darum, Menschen zu unterstützen, denen es nicht so gut geht. Beim SoVD gefällt mir ein Satz besonders, den ich einmal auf einer Sitzung gehört habe: Wir geben den Schwächeren eine Stimme, denen sonst niemand zuhört. Das bringt die Aufgabe des Verbands für mich sehr gut auf den Punkt. Gleichzeitig macht die Arbeit auch Spaß. Wir haben einen tollen Vorstand und arbeiten sehr gut zusammen. Ebenso ist die Zusammenarbeit mit dem Sozialberatungszentrum von Anerkennung und Wertschätzung geprägt.

Wie sind Sie zu Ihrem Ehrenamt gekommen?

Eigentlich bin ich eher zufällig hineingerutscht. Beruflich bin ich selbstständiger IT-Dienstleister und hatte vor vielen Jahren geschäftlich mit dem SoVD zu tun. Damals kam die Idee auf, Mitgliedern Computer- und Internetwissen zu vermitteln. So entstand 2014 unser EDV-Kurs, den ich bis heute leite.

Dort beschäftigen wir uns mit allem, was die digitale Welt betrifft: Smartphones, Word und Excel, Online-Banking, IT-Sicherheit oder digitale Behördendienste. Oft bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Fragen mit und wir entscheiden spontan, welche Themen wir besprechen.

Mitglied im SoVD bin ich seit 2018. 2022 wurde ich dann gefragt, ob ich das Amt des Schatzmeisters übernehmen würde. Und wie das im Ehrenamt oft ist: Man sagt einmal ja und plötzlich ist man mittendrin.

Warum bekleiden Sie ausgerechnet beim Sozialverband ein Ehrenamt? Warum nicht in einem anderen Verein?

Der SoVD verbindet für mich zwei wichtige Dinge. Natürlich leistet der Verband konkrete Hilfe in sozialrechtlichen Fragen. Gleichzeitig bietet er vielen Menschen Gemeinschaft.

Das merke ich besonders bei den Mitgliedern, die unsere Veranstaltungen besuchen. Viele kommen nicht nur wegen eines bestimmten Angebots, sondern auch, weil sie den Austausch mit anderen schätzen. Gerade ältere Menschen möchten nicht allein zu Hause sitzen. Der SoVD schafft Begegnungen und gibt Gelegenheit, gemeinsam etwas zu erleben.

Was sind die größten Herausforderungen? Was nervt Sie manchmal an Ihrem Ehrenamt?

Ehrlich gesagt fällt mir da gar nicht viel ein. Der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen. Für den EDV-Kurs und meine Aufgaben als Schatzmeister investiere ich vielleicht zweieinhalb bis drei Stunden pro Woche. Das lässt sich gut mit Beruf und Privatleben vereinbaren.

Schade finde ich manchmal, dass von unseren rund 4.800 Mitgliedern nur ein vergleichsweise kleiner Teil die vielen Angebote nutzt. Dabei organisieren wir vieles: Reisen, Weihnachtsfeiern, den Klönschnack, den Sommernachtsball und weitere Veranstaltungen. Da würde ich mir manchmal wünschen, dass noch mehr Mitglieder kommen.

Haben Sie ein bestimmtes Erlebnis im Ehrenamt gehabt, an das Sie sich immer gern zurückerinnern?

Besonders gern denke ich an unseren Sommernachtsball zurück. Während der Vorbereitung fragt man sich natürlich manchmal, ob sich der ganze Aufwand lohnt. Doch sobald die Musik spielt und die ersten Gäste auf der Tanzfläche stehen, weiß man wieder, warum man das macht.

Es ist schön zu sehen, wenn Menschen einen gelungenen Abend haben und Spaß an dem Angebot finden. Genau solche Momente zeigen, wie wichtig Gemeinschaft sein kann.

In guter Erinnerung habe ich außerdem einen Familientag des SoVD im Hansa-Park. Damals war ich selbst noch kein Mitglied. Solche Veranstaltungen zeigen, dass der Verband Menschen jeden Alters zusammenbringen kann.

Wie sieht Ihre ehrenamtliche Arbeit heute aus?

Mein wichtigstes Projekt ist nach wie vor der EDV-Kurs, der einmal pro Woche stattfindet. Dort helfen wir Mitgliedern dabei, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Darüber hinaus kümmere ich mich als Schatzmeister um die Finanzen des Orts- und Kreisverbands.

Besonders wichtig finde ich aber auch die vielen weiteren Angebote unseres Ortsverbands. Dazu gehören Reisen, gesellige Veranstaltungen und der Besuchsdienst für Mitglieder in Pflegeeinrichtungen. Gerade dieser Besuchsdienst ist eine wertvolle Aufgabe, weil er Menschen zeigt, dass sie nicht vergessen werden.

Wie halten Sie Kontakt zu anderen Mitgliedern des SoVD?

Der Kontakt entsteht vor allem durch unsere regelmäßigen Veranstaltungen und Angebote. Im EDV-Kurs kommen die Menschen jede Woche zusammen. Hinzu kommen Feste, Ausflüge und Gesprächsrunden. Gerade diese persönlichen Begegnungen machen für mich einen großen Teil des SoVD aus.

Ehrenamtlich arbeiten wäre auch für Sie ein Thema? Dann melden Sie sich bei:

Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik
Telefon: 0431 / 65 95 94 - 22
Mail: sozialpolitik(at)sovd-sh.de